Frau im Mond

electronic soundtrack
R Fritz Lang | D 1929 | 163 min
Matthias Hirth [composition, keys, synths, fx]
Ein Science-Fiction-Stummfilmklassiker mit einer wundervollen Mischung
aus Phantasie, technischer Raffinesse und packender Dramatik.

Trailer

„… Nicht nur konnte die Musik die Zartheit von „Frau im Mond“ unterstreichen, sondern verstärkte sogar dessen visionäres Wesen.

Die Szene, in der sich Musik am besten ausdrücken konnte, ist meiner Meinung nach die des Raketenstarts: Hier hat man kaum ‚Dialoge‘ (bzw. Text), es gibt einen sehr langsamen Countdown, viele Close-Ups und Introspektion. In dieser Szene zeigt die Aufregung der Mondreisenden ihr anderes Gesicht, das der Angst, der Besorgtheit, wenn nicht sogar der Panik. Hirths Musik konnte all dies widerspiegeln und noch mehr hinzufügen: eine zeitgenössische musikalische Note …“

Live Köln | Filmforum

Filmfoto Frau im Mond Startvorbereitung
Filmfoto Frau im Mond Helius
Filmfoto Frau im Mond Raumschiff
Filmfoto Frau im Mond ausknobeln
© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Film

Es ist einer der letzten deutschen Stummfilme, in dem der Countdown erfunden wurde.  Ein Wissenschaftler vermutet Gold auf dem Mond. Wolf Helius, Ingenieur und Flugwerftbesitzer, glaubt an diese Theorie.

Er arbeitet gemeinsam mit seinem Freund, dem Ingenieur Windegger und dessen Verlobter, Friede Velten, an der ersten Mondexpedition. Schließlich treten 6 Menschen die erste Fahrt zum Mond an. Noch mit dabei ist ein Agent eines Wirtschaftssyndikat und ein kleiner Junge als blinder Passagier.

Auf dem Mond kommt es zu einem dramatischen Konflikt um das Gold. Dabei wird der Sauerstoffbehälter beschädigt, dass nicht alle zur Erde zurückkehren können. Einer wird auf dem Mond zurückbleiben …

 

Musik

Wie der Film so ist die Musik zu „Frau im Mond“ zweigeteilt. Der erste Abschnitt, welche auf der Erde spielt, ist vor allem durch pianistische Leitmotive und verschiedene Samples sowie Loops aus dem Innenleben des Klaviers geprägt. Die zunehmende Spannung der Handlung wird hier nur selten durch pianistisches Virtuosentum gestützt, sondern eher durch Reduktion und Repetition entwickelt.

Mit dem beginnenden Countdown wechselt der Sound ins rein elektronische Metier. Die Musik wird ab diesem Zeitpunkt in einigen Szenen, beispielsweise der Startszene, sogar physisch erlebbar, Die konzipierte Leitmotivik der Protagonisten entwickelt sich von nun an in verschiedenen elektronischen Genres weiter und kulminiert in dem bewegenden Schluss dieser visionären und ergreifenden Geschichte.

 

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