Der letzte Mann

R: Friedrich Wilhelm Murnau | D 1924 | 90 min

Trailer

Filmszene

Filmszene

Matthias Hirth [Piano, Electronik] | Michael Arnold (Bassklarinette)

Live Dresden | Technische Sammlungen Dresden

Technische Sammlungen Dresden

© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Film

Dr. Mabuse, der Spieler ist ein Stummfilm des Regisseurs Fritz
Lang in zwei Teilen mit jeweils sechs Akten. Er wurde 1921/1922
basierend auf der Romanvorlage von Norbert Jacques gedreht.
Er gilt als einer der bedeutendsten Filme des deutschen Expres-
sionismus und beeinflusste zahlreiche nachfolgende Werke. Der
erste Teil Dr. Mabuse, der Spieler I – Der große Spieler. Ein Bild
der Zeit. entführt die Zuschauer in die Welt der 1920er-Jahre, wo
die düstere Figur des Dr. Mabuse seine Fähigkeiten als Spieler und
Betrüger einsetzt, um Einfluss und Macht zu gewinnen. Durch seine
manipulative Intelligenz bringt er Menschen unter seine Kontrolle
und entfaltet ein Netz aus Intrigen und Verbrechen. Visuell
eindrucksvoll und psychologisch tiefgründig, reflektiert der Film
gesellschaftliche Ängste der Weimarer Republik.

Musik

Die Musik zeichnet ein klangliches Bild der Figur Dr. Mabuse als düstere, bedrohliche und zugleich schwer fassbare Gestalt. Sein musikalisches Thema ist geprägt von elektronischen Elementen wie Synthbass, Sounddesign und einem treibenden, teilweise synkopischen Beat. Dadurch entsteht eine unruhige, spannungsgeladene Atmosphäre, die seine permanente Präsenz im Hintergrund des Geschehens widerspiegelt.

Besonders charakteristisch ist die Wandelbarkeit des musikalischen Materials: Mabuse erscheint nicht durch ein starres Leitmotiv, sondern durch ein variables Klangsystem. Je nach Szene ist er offen bedrohlich, nur subtil im Hintergrund spürbar oder scheinbar unsichtbar, aber dennoch wirksam. Diese Vielschichtigkeit unterstreicht seine schwer greifbare Identität als Figur, die ständig die Perspektive wechselt und Unruhe erzeugt.

Im Verlauf der Musik entsteht zudem ein Gegenthema, das die Perspektive der Verfolger musikalisch darstellt. Ein kurzes, präzises und rhythmisch starkes Ostinato bildet dabei den Kern dieses Motivs. Es vermittelt das Gefühl von Annäherung, Kontrolle und dem Versuch, Mabuse zu fassen oder ihm auf die Spur zu kommen.